Wetter-Messgeräte

Außenthermometer, Regenmesser und Blitzdetektor: Worauf es ankommt

Für diese Geräte gibt es kaum echte Messtests. Wir erklären deshalb, worauf du beim Kauf achten solltest, wie du sie richtig aufstellst und welche Geräte verbreitet sind.

Von der Redaktion Wetterwolke · Zuletzt aktualisiert:

Ehrlich gesagt: Für Außenthermometer, einfache Funkwetterstationen, Regenmesser und Blitzdetektoren gibt es derzeit keinen aktuellen deutschen Test mit echter Messung. Wir vergeben deshalb keine Testurteile, sondern erklären, worauf es ankommt, und nennen verbreitete Geräte als Beispiele.

Außenthermometer

Ein Funk-Außenthermometer besteht aus einem Sender draußen und einer Anzeige drinnen. Wie genau es misst, hängt vor allem vom Standort des Senders ab:

  • Höhe: Der Deutsche Wetterdienst misst die Lufttemperatur in 2 Metern Höhe, die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt 1,25 bis 2 Meter.
  • Strahlungsschutz: Offizielle Fühler sitzen in einer belüfteten Lamellenhütte. Für Funksender gibt es Schutzhüllen, etwa von TFA, die Sonne und Regen abhalten und trotzdem belüftet sind.
  • Funkfrequenz: 433 oder 868 MHz, laut TFA jeweils etwa 100 Meter Reichweite im freien Feld. Wände und Metall verkürzen sie deutlich.
  • Erweiterbarkeit: Manche Anzeigen verbinden sich mit mehreren Sendern, etwa für Garten, Gewächshaus und Keller.

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Einfache Funkwetterstationen

Klassische Funkwetterstationen ohne WLAN zeigen Innen- und Außentemperatur, Luftfeuchte, Uhrzeit per Funkuhr (DCF77) und eine Wettervorhersage. Was die Tests dazu sagen:

  • Temperatur meist brauchbar: Im Test des Schweizer Konsumentenmagazins K-Tipp (2014) maßen alle zwölf Stationen Außentemperatur und Luftfeuchte „recht genau“ – sofern der Sender richtig hängt.
  • Prognose meist schwach: Im Labortest von saldo (2024) versagten fast alle zehn Stationen bei der Vorhersage für die nächsten zwölf Stunden; nur ein Modell lieferte gute Prognosen. Die Vorhersage aus dem Luftdrucktrend ist bestenfalls eine grobe Tendenz.

Unser Rat: Eine einfache Station lohnt sich für den schnellen Blick auf die Temperatur. Für Vorhersagen ist eine gute Wetter-App zuverlässiger, für genaue Messwerte eine smarte Wetterstation aus unserem Messvergleich.

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Regenmesser

Regenmesser gibt es analog zum Ablesen und digital mit Funk-Übertragung. Maßstab für alle ist der Hellmann-Regenmesser, seit 1886 Standard in Deutschland: Auffangfläche 200 cm², Aufstellhöhe 1 Meter. 1 Millimeter Niederschlag entspricht 1 Liter pro Quadratmeter.

  • Messprinzip: Digitale Geräte zählen das Wasser meist mit einer Kippwaage (Wippe). Sie muss regelmäßig von Laub, Pollen und Insekten befreit werden, sonst misst sie zu wenig.
  • Aufstellung: Waagerecht und frei. Die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt als Abstand zu Hindernissen mindestens die doppelte, besser die vierfache Hindernishöhe – gemessen ab der Höhe der Auffangöffnung.
  • Winter: Einfache Regenmesser messen Schnee nur unzuverlässig, und Wasser kann darin gefrieren.
TFA Funk-Regenmesser DROP 47.3005.01
Verbreitetes Modell – ohne Test

TFA Funk-Regenmesser DROP 47.3005.01

Herstellerangaben, kein Messtest

Vorteile:

  • Funk-Übertragung (433 MHz, etwa 100 m)
  • Regenalarm und Verlauf über 12 Monate
  • Messbereich bis 9.999 mm

Nachteile:

  • Wippe muss regelmäßig gereinigt werden

Quelle: TFA Dostmann

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Blitzdetektoren

Blitzdetektoren für zu Hause empfangen die Funksignale von Blitzen. Viele nutzen den Sensorchip AS3935, der laut Datenblatt Blitze bis etwa 40 Kilometer erkennt und die Entfernung zur Gewitterfront in 14 Stufen schätzt.

  • Grenzen: Die Entfernung ist eine statistische Schätzung, kein exakter Wert. Elektrische Störquellen können Fehlalarme auslösen.
  • Kein Ersatz für Warnungen: Amtliche Unwetterwarnungen bekommst du über die App DWD WarnWetter.
  • Faustregel: Wer Donner hört, ist weniger als etwa 10 Kilometer vom Gewitter entfernt und in Reichweite von Blitzen. Entwarnung erst 30 Minuten nach dem letzten Donner.
  • Meist als Zusatzsensor: Die gängigen Modelle funktionieren nur zusammen mit einer passenden Wetterstation.
Ecowitt WH57 Blitzsensor
Für Ecowitt und Froggit

Ecowitt WH57 Blitzsensor

Herstellerangaben, kein Messtest

Vorteile:

  • Erkennt Blitze bis etwa 40 km
  • 868 MHz, passt zu Ecowitt-Gateways und -Konsolen

Nachteile:

  • Braucht ein Ecowitt-Gateway oder eine Konsole

Quelle: Ecowitt

Bresser Blitzsensor 7009976
Für Bresser

Bresser Blitzsensor 7009976

Herstellerangaben, kein Messtest

Vorteile:

  • Erkennt Gewitter bis etwa 40 km
  • Empfindlichkeit in drei Stufen einstellbar

Nachteile:

  • Funktioniert nur mit bestimmten Bresser-Stationen

Quelle: Bresser

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Häufige Fragen zu Wetter-Messgeräten

Gibt es einen Test von Außenthermometern oder Regenmessern?

Einen aktuellen Messtest von Stiftung Warentest, ÖKO-TEST oder c’t haben wir nicht gefunden. Die meisten Seiten mit „Testsieger“ im Titel sind Vergleichsportale ohne eigene Messung. Deshalb nennen wir hier nur Kaufkriterien und Beispielgeräte, aber keine Testurteile.

Wie genau sind die Wettervorhersagen einfacher Funkwetterstationen?

Meist schlecht. Im Labortest des Schweizer Magazins saldo (2024) versagten fast alle zehn Wetterstationen bei der Prognose für die nächsten zwölf Stunden. Die Vorhersage per Luftdrucktrend ist nur eine grobe Tendenz; für verlässliche Prognosen ist eine Wetter-App besser.

Wie stellt man einen Regenmesser richtig auf?

Waagerecht und frei, mit Abstand zu Bäumen und Gebäuden. Die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt mindestens die doppelte, besser die vierfache Hindernishöhe als Abstand, gemessen ab der Höhe der Auffangöffnung. Der Deutsche Wetterdienst misst mit dem Hellmann-Regenmesser in 1 Meter Höhe; 1 Millimeter Niederschlag entspricht 1 Liter pro Quadratmeter.

Wie zuverlässig sind Blitzdetektoren für zu Hause?

Sie erkennen Gewitter bis etwa 40 Kilometer Entfernung, die Entfernung ist aber nur geschätzt, und Störquellen können Fehlalarme auslösen. Ein Blitzdetektor ersetzt keine amtliche Warnung. Faustregel: Wer Donner hört, ist in Reichweite von Blitzen und sollte Schutz suchen; Entwarnung erst 30 Minuten nach dem letzten Donner.

433 oder 868 MHz – welche Funkfrequenz ist besser?

Beide erreichen bei TFA-Geräten etwa 100 Meter im freien Feld. 868 MHz gilt als weniger überlaufen, weil das 433-MHz-Band von vielen Geräten wie Funksteckdosen und Autoschlüsseln genutzt wird. Wichtig ist vor allem, dass Sender und Basisstation zusammenpassen.

Über diese Kaufberatung

Die Redaktion Wetterwolke testet nicht selbst, sondern wertet unabhängige Messtests aus und nennt jeweils Herausgeber und Datum. Testurteile übernehmen wir nur aus Tests, in denen gemessen wurde; Geräte ohne Messtest kennzeichnen wir. Mehr zu unserer Methode