Wetterwissen

Wetterlexikon: Wetterbegriffe einfach erklärt

Von Föhn bis Omega-Hoch: Die wichtigsten Begriffe aus dem Wetterbericht in ein bis drei Sätzen erklärt – jeweils mit Quelle beim Deutschen Wetterdienst.

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Von der Redaktion Wetterwolke · Zuletzt aktualisiert:

Luftdruck und Wetterlagen

Luftdruck (hPa)

Der Druck, den die Luftsäule durch ihr Gewicht ausübt. Gemessen wird er in Hektopascal (1 hPa = 1 mbar); der mittlere Luftdruck auf Meereshöhe beträgt 1013,25 hPa. Quelle: DWD zu Luftdruck (hPa)

Hoch (Hochdruckgebiet)

Gebiet mit relativ hohem Luftdruck, auf Wetterkarten mit „H“ markiert. Auf der Nordhalbkugel strömt die Luft im Uhrzeigersinn um das Hoch; Wolken lösen sich meist auf. Quelle: DWD zu Hoch (Hochdruckgebiet)

Tief (Tiefdruckgebiet)

Gebiet mit relativ tiefem Luftdruck, auf Wetterkarten mit „T“ markiert. Die Luft strömt auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn um das Tief; dabei treffen unterschiedlich warme Luftmassen aufeinander. Quelle: DWD zu Tief (Tiefdruckgebiet)

Omega-Hoch

Stabile, blockierende Hochdrucklage, bei der die Höhenströmung die Form des griechischen Buchstabens Ω hat. Tiefs werden um Mitteleuropa herumgelenkt; im Sommer bringt die Lage oft lange Schönwetterphasen bis hin zu Hitzewellen. Quelle: DWD zu Omega-Hoch

Inversion (Inversionswetterlage)

Schicht, in der die Temperatur mit der Höhe zunimmt statt abzunimmt. Sie wirkt wie ein Deckel, unter dem sich Nebel und Schadstoffe sammeln können; Bodeninversionen entstehen oft in klaren Winternächten. Quelle: DWD zu Inversion (Inversionswetterlage)

Föhn

Warmer, trockener Fallwind auf der windabgewandten Seite eines Gebirges. Auf der Luvseite steigt die Luft auf und regnet sich ab, auf der Leeseite sinkt sie, erwärmt sich und wird trockener. Quelle: DWD zu Föhn

Fronten

Warmfront

Grenze, hinter der wärmere Luft folgt. Die warme Luft gleitet auf die kalte auf; vorher ziehen Federwolken auf, dann folgt länger anhaltender Niederschlag. Danach wird es etwas wärmer. So erkennst du sie an den Wolken. Quelle: DWD zu Warmfront

Kaltfront

Grenze, hinter der meist kältere Luft folgt. Die Kaltluft schiebt sich keilförmig unter die warme Luft; typisch sind Quellwolken, Schauer, Gewitter und Böen. Danach steigt der Luftdruck, und die Sicht ist gut. Quelle: DWD zu Kaltfront

Okklusion

Front, die entsteht, wenn die schnellere Kaltfront die Warmfront einholt und die warme Luft vom Boden abhebt. Das passiert im Reifestadium eines Tiefs. Quelle: DWD zu Okklusion

Feuchte und Niederschlag

Relative und absolute Luftfeuchte

Die absolute Feuchte gibt an, wie viel Gramm Wasserdampf in einem Kubikmeter Luft stecken. Die relative Feuchte sagt, wie viel Prozent der bei dieser Temperatur maximal möglichen Menge vorhanden sind – sie ändert sich deshalb, wenn sich die Temperatur ändert. Welche Luftfeuchte in der Wohnung richtig ist. Quelle: DWD zu Relative und absolute Luftfeuchte

Taupunkt

Die Temperatur, auf die Luft abkühlen muss, damit sie mit Wasserdampf gesättigt ist. Kühlt sie weiter ab, kondensiert Wasser – als Tau, Nebel oder an kalten Wänden. Zum Taupunkt-Rechner Quelle: DWD zu Taupunkt

Niederschlagswahrscheinlichkeit

Die Wahrscheinlichkeit, dass es an einem Ort im Vorhersagezeitraum überhaupt Niederschlag gibt. 80 % bedeutet: In 8 von 10 vergleichbaren Wetterlagen hat es geregnet. Über Dauer und Menge sagt die Zahl nichts. Welche Wetter-App am genauesten ist. Quelle: DWD zu Niederschlagswahrscheinlichkeit

Wind, Temperatur und Strahlung

Beaufort-Skala

Skala der Windstärke von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan), bezogen auf 10 Meter Höhe. Zum Beispiel: Stärke 6 = 39–49 km/h, Stärke 8 = 62–74 km/h, Stärke 12 = ab 118 km/h. Selbst messen kannst du den Wind mit einer Wetterstation. Quelle: DWD zu Beaufort-Skala

Windchill

Wind kühlt die Haut stärker aus, als es die Lufttemperatur vermuten lässt. Die Windchill-Temperatur gibt an, wie kalt es sich ohne Wind anfühlen müsste, um dieselbe Kühlwirkung zu haben. Zum Rechner Quelle: DWD zu Windchill

Gefühlte Temperatur (Klima-Michel)

Der Deutsche Wetterdienst berechnet die gefühlte Temperatur mit einem Wärmehaushaltsmodell für einen Standardmenschen, den „Klima-Michel“. Es berücksichtigt Temperatur, Wind, Luftfeuchte, Strahlung und angepasste Kleidung. Quelle: DWD zu Gefühlte Temperatur (Klima-Michel)

UV-Index

Maß für die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung: 0–2 gering, 3–5 mittel, 6–7 hoch, 8–10 sehr hoch, ab 11 extrem. Ab 3 ist Sonnenschutz erforderlich. Quelle: DWD zu UV-Index

Unwetter und Warnungen

Warnstufen des DWD

Der Deutsche Wetterdienst warnt in vier Stufen: 1 Wetterwarnung (gelb), 2 markantes Wetter (orange), 3 Unwetter (rot) und 4 extremes Unwetter (violett). Für Hitze und UV gibt es eigene Farben. Was bei einer Warnung zu tun ist. Quelle: DWD zu Warnstufen des DWD

Superzelle

Besonders langlebiges und gefährliches Gewitter mit einem rotierenden Aufwind. Superzellen können großen Hagel, Sturmböen und Tornados bringen. Mehr zur Gewitterwolke und zum richtigen Verhalten. Quelle: DWD zu Superzelle

Wetter im Jahreslauf

Schafskälte

Kälterückfall durch Polarluft um den 10. bis 12. Juni. Laut DWD ist es in etwa 80 % der Jahre in diesem Zeitraum kühler als im Durchschnitt. Im Faktencheck Quelle: DWD zu Schafskälte

Altweibersommer

Beständige Hochdrucklage im Frühherbst, besonders häufig von Mitte September bis Anfang Oktober: tagsüber sommerlich warm, nachts kühl mit Tau und Nebel. Im Bauernregel-Faktencheck. Quelle: DWD zu Altweibersommer

Wetter-Quiz: Wie gut kennst du dich aus?

Zehn zufällige Fragen zu den Begriffen oben – nach jeder Antwort gibt es die Erklärung und einen Link zum passenden Lexikon-Eintrag. Jede Runde mischt die Fragen neu.

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